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Girls' Day - Ein Beitrag zur Gleichstellung

Das Girls Day Denkmal steht.
22. April 2010 0 Kommentare

Ulla Groskurt: Berufe für Frauen statt Frauenberufe

Es muss Schluss sein mit den Rollenklischees bei der Berufswahl, so die SPD Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) bei einer Aktion in der Osnabrücker Innenstadt. „Wir können auf das Potential der gut ausgebildeten jungen Frauen nicht verzichten und müssen gezielt dafür werben, dass sie sich beruflich in mehr als den typischen Frauenberufen orientieren“, so die ASF-Landesvorsitzende Ulla Groskurt.

Selbst nach 10 Jahren „Girls - Day“ hat sich in der Berufsorientierung noch nicht so wahnsinnig viel verändert und bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe. Drei Viertel aller weiblichen Auszubildenden haben im vergangenen Ausbildungsjahr einen von nur 23 Berufen ergriffen, so eine Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung. Insgesamt hätten sie die Wahl zwischen 349 dualen Ausbildungsberufen gehabt. Dennoch favorisieren die meisten jungen Frauen einen Dienstleistungsberuf im Einzelhandel, dem Büro oder der Arztpraxis. Unter den 25 beliebtesten findet sich lediglich ein Beruf, der stärker technische Ausbildungsinhalte aufweist: die Mediengestalterin Digital und Print, auf dem 21. Platz.

Letztendlich machen wir als ASF immer wieder auf Probleme, wie zum Beispiel: gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, fehlende Frauen in Führungspositionen, aufmerksam. „Dabei beginnt ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung, schon mit der Berufswahl“, so die ASF-Vorsitzende Daniela De Ridder (Landkreis Osnabrück) und eine ASF-Aktivistin Melanie Beckmeier aus der Stadt Osnabrück. Die ASF stellt den diesjährigen Mädchen-Zukunftstages deshalb unter das Motto: „Berufe für Frauen statt Frauenberufe“. Dass heißt, die erzielten Erfolge im Bildungssystem müssen sich im Berufsleben fortsetzen, so die ASF.

Dass Mädchen durchaus in der Lage sind technische Fragestellungen zu lösen, machten interessierte Mitwirkende deutlich. Ohne Probleme setzten sie ein drei Meter hohes Denkmal in der Osnabrücker Fußgängerzone zusammen. Unterstützung bekam die ASF auch vom Verband der Metall- und Elektroindustrie, der zu dem vorhandenen Material Pixi-Hefte mit dem Titel: „Meine Freundin, die ist Ingenieurin“ zur Verteilung beisteuerte. Damit steht neben dem umfangreichen Material auch für ganz junge Besucherinnen etwas zur Verfügung, so die ASF.

Das Girls Day Denkmal steht.

Aufbau des Girls Day Denkmals in der Osnabrücker Fußgängerzone.


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